Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Das Einkommen ist die Basis für unseren Lebensunterhalt

Unser Einkommen ist sehr unterschiedlich. Doch ganz gleich, wie viel wir verdienen – es gibt uns die Freiheit, unser Leben zu gestalten. Bei der Absicherung unseres wichtigsten Kapitals – unserer Arbeitskraft – macht der Gesetzgeber allerdings große Unterschiede, abhängig vom Alter und vom Berufsstand.

Nur in einem Punkt sieht es für uns alle gleich aus:

Die gesetzlichen Leistungen bei Invalidität reichen nicht annährend aus, um den Lebensstandard zu sichern. Seitdem die so genannte „Erwerbsminderungsrente“ etabliert wurde, gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Berufsunfähigkeitsschutz mehr.

Das zahlt „Vater Staat“ bei Berufsunfähigkeit

  • Nach dem 01.01.1961 Geborene erhalten nur noch eine so genannte „Erwerbsminderungsrente“. Bei dieser Rente spielt der zuletzt ausgeübte Beruf keine Rolle, sondern nur die generelle Arbeitsfähigkeit. Sie können auf irgendeine zumutbare Tätigkeit verwiesen werden, die nicht Ihrer Qualifikation entspricht.
  • Für Berufseinsteiger sieht es noch schlechter aus. Wer weniger als 5 Beitragsjahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, hat keinen gesetzlichen Schutz bei Berufsunfähigkeit.
  • Das gilt auch für Hausfrauen, die keiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen sowie Selbständige, die keine Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen.

Die Rentenhöhe ergibt sich aus einem 3-stufigen System

Ob man bei schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigung die ohnehin knappe gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente überhaupt bekommt, hängt davon ab, wie viele Stunden man nach Einschätzung des Versicherungsträgers täglich noch arbeiten kann.

Es zählt das gesundheitliche Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Berücksichtigt werden sämtliche denkbaren Beschäftigungsmöglichkeiten, und es kommt nicht darauf an, welchen Beruf der Versicherte gelernt bzw. ausgeübt hat. Solange man noch in der Lage ist, sechs oder mehr Stunden täglich beispielsweise als Pförtner oder Hilfskraft zu arbeiten, gibt es gar keine Rente. Ungeachtet dessen, ob ein solcher Job angesichts der schwachen Arbeitsmarktlage überhaupt zu bekommen wäre.

Und nur, wer die Arbeitsfähigkeit von drei Stunden pro Tag tatsächlich unterschreitet, erhält 100% der gesetzlichen Erwerbsminderung – diese „volle“ Erwerbsminderungsrente beträgt insgesamt nur etwa 32% des letzten Bruttoeinkommens!erwerbsminderung_grau300px_08_T13017_C

Das häufig unterschätzte Risiko

Ob Azubi oder Akademiker, kaufmännischer Angestellter oder Handwerker – Berufsunfähigkeit kann jeden von uns treffen. Das Risiko wird in allen Berufsgruppen unterschätzt.

Fakt ist: In der Vergangenheit schied jeder 4. Erwerbstätige vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Dabei trifft es nicht – wie allgemein angenommen – vor allem nur Berufstätige, die größeren Unfallrisiken oder starken körperlichen Belastungen ausgesetzt sind (wie Handwerker), sondern Menschen aller Berufsgruppen und Schichten.

Denn: Immer häufiger führen Alltagsstress, psychische Belastungen am Arbeitsplatz oder familiäre Probleme Menschen in die Berufsunfähigkeit. Mit 36 % sind psychische Erkrankungen die Hauptursache für Erwerbsminderung. Und noch ein Vorurteil erweist sich als falsch: Nicht nur ältere Menschen müssen ihren Beruf aufgeben – 25 % aller Rentenempfänger sind jünger als 45 Jahre.

Das bedeutet, dass Sie sich privat absichern müssen. Großer Handlungsbedarf besteht vor allem auch für Berufseinsteiger sowie für Selbstständige und Freiberufler.

Wie Sie sich gegen diese drastischen finanziellen Folgen bei Berufsunfähigkeit absichern können, erfahren Sie in einem unverbindlichen Gespräch mit uns.

Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BU)

Etwa jeder vierte Deutsche wird vor Erreichen des Rentenalters berufsunfähig.

Der Grund dafür sind nicht mehr nur Arbeitsunfälle, sondern immer öfter Berufskrankheiten. Die Rentenreform 2001 brachte zudem einschneidende Kürzungen in der Versorgung bei Berufsunfähigkeit (BU) mit sich:

  • Kein gesetzlicher BU-Schutz mehr für alle ab 1961
  • Kürzung des BU-Schutzes für alle Jahrgänge bis 1961

Wer aus Gesundheitsgründen nicht mehr arbeiten kann, bekommt von der gesetzlichen Rentenversicherung nur noch unter strengen Voraussetzungen Geld. Bereits im Januar 2001 wurde die frühere Regelrente bei Berufsunfähigkeit, die noch aus Zeiten voller Staatskassen stammte, durch die neue Rente wegen Erwerbsminderung abgelöst – die gilt nun für Alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, also für die heute unter 45jährigen.

 

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Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ob man bei schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigung die ohnehin knappe gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente überhaupt bekommt, hängt davon ab, wie viele Stunden man nach Einschätzung des Versicherungsträgers täglich noch arbeiten kann. Es zählt das gesundheitliche Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt – berücksichtigt werden sämtliche denkbaren Beschäftigungsmöglichkeiten. Es kommt also nicht mehr wie früher darauf an, welchen Beruf der Versicherte gelernt und ausgeübt hat: Solange man noch in der Lage wäre, sechs oder mehr Stunden täglich etwa als Pförtner oder Hilfsgärtner zu arbeiten, gibt es gar keine Rente, egal ob angesichts der schwachen Arbeitsmarktlage ein solcher Job überhaupt zu bekommen wäre. Und nur, wenn das Leistungsvermögen drei Stunden pro Tag unterschreitet, gibt es die volle Rente wegen Erwerbsminderung.

 

 

 

Ein Topmanager wird von der Rentenversicherung dabei nicht mehr anders behandelt als ein Bäckermeister oder ein ungelernter Arbeiter. Auch freiwillig gesetzlich rentenversicherte Selbstständige, die ihren Beruf nicht mehr ausüben können, aber theoretisch noch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einsetzbar wären, haben nach den neuen Regeln Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

 

 

 

Das bedeutet, dass sich privat absichern müssen. Großer Handlungsbedarf besteht vor allem für Berufseinsteiger sowie für Selbstständige und Freiberufler.

 

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Deutliche Zahlen: 66 % der Fliesenleger werden vor Erreichen der Altersrente berufs- oder erwerbsunfähig, aber nur knapp zehn Prozent der Ärzte und Apotheker. Für diese körperlich weniger anstrengenden Berufe lohnt sich eine BU also nur bedingt.

 

 

 

Quelle: map-Report Nr. 480

 

 

 

 

 

 

Wer finanzielle Sicherheit im Ernstfall will, sollte deshalb nicht auf eine private Absicherung für den all vorzeitiger Berufsunfähigkeit verzichten. Unbedingt beachten: Der Vertrag sollte keine „abstrakte Verrweisklausel“ enthalten. Andernfalls kann der Versicherer – ähnlich wie Vater Staat – die Rente verweigern, wenn man theoretisch noch in irgendeiner Hilfstätigkeit einsetzbar wäre. Vor dem Abschluss die die finanziellen Mindestbedürfnisse klären und mit einem entsprechenden Anspruch auf Private BU-Rente absichern. Faustregel: Sofern keine außergewöhnlichen Zahlungspflichten beispielsweise aus Unterhaltsforderungen oder Krediten bestehen, sind mit einer Monatsrente von 75 Prozent des Nettoeinkommens in der Regel die wichtigsten Ausgaben gedeckt.

 

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie in einem persönlichen Gespräch mit uns.

 

 

 

Risikofaktor Beruf?

 

 

Einen Urlaub planen, die Raten für die Eigentumswohnung zahlen, den Lebensstandard halten. Möglich ist das nur mit einem regelmäßigen Einkommen. Fällt das plötzlich weg, weil Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, verändert sich das ganze Leben.

 

 

 

Rückenleiden häufige Ursache

 

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist hoch: Laut des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger wird jeder vierte Arbeitnehmer frühzeitig berufs- oder erwerbsunfähig. Dabei trifft es längst nicht nur Menschen, die Tätigkeiten mit hohem Unfallrisiko ausüben wie etwa Dachdecker oder Bergarbeiter. Vor allem, wer viel am Schreibtisch sitzt, muss seinen Beruf in vielen Fällen früher als geplant aufgeben. Häufigste Ursachen dafür sind Rückenleiden und Herz- und Kreis-lauferkrankungen. Auch psychische Krankheiten sind zunehmend Auslöser für eine Berufsunfähigkeit.

 

 

 

Finanzielle Rücklagen reichen nicht

 

Die finanziellen Einbußen bei einer Berufsunfähigkeit lassen sich kaum auffangen. Selbst wenn Sie Rücklagen haben: Oft sind die schon nach wenigen Monaten aufgebraucht. Denn wer berufsunfähig ist, muss nicht nur alltägliche Dinge wie Lebensmittel oder Miete bezahlen. Durch medizinische Versorgung und Betreuung entstehen meist zusätzliche Kosten. Besonders dramatisch sind die Folgen einer Berufsunfähigkeit, wenn Sie eine Familie haben und bisher Alleinverdiener waren. Auch Selbstständige trifft eine Berufsunfähigkeit schwer: Sie haben häufig noch nicht einmal Anspruch auf die gesetzliche Rente.

 

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