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Wichtige Daten für 2019 auf einen Blick

Verschaffen Sie sich einen schnellen Überblick, was sich 2019 ändert:

Versicherungspflichtgrenze Krankenversicherung und Pflegeversicherung
jährlich: 60.750,00 € – monatlich 5.062,50 €Besondere Versicherungspflichtgrenze Krankenversicherung und Pflegeversicherung
(Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 versicherungsfrei waren)
jährlich: 54.450,00 € – monatlich 4.537,50 €
Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung:
jährlich 54.450,00 €, monatlich: 4.537,50 €
Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung:
alte Bundesländer monatlich 6.700,00 € / alte Bundesländer jährlich 80.400,00 €
neue Bundesländer monatlich 6.150,00 € / neue Bundesländer jährlich 73.800,00 €Beitragsbemessungsgrenze knappschaftliche Rentenversicherung:
alte Bundesländer monatlich 8.200,00 € / alte Bundesländer jährlich 98.400,00 €
neue Bundesländer monatlich 7.600,00 € >/ neue Bundesländer jährlich 91.200,00 €
Bezugsgröße
Bezugsgröße monatlich (West) 3.115,00 € / Bezugsgröße jährlich (West) 37.380,00 €
Bezugsgröße monatlich (Ost) 2.870,00 € / Bezugsgröße jährlich (Ost) 34.440,00 €Minijob, Midijob, Geringsverdienergrenze
Geringfügig Beschäftigte bundeseinheitlich: 450,00 € / Geringverdienergrenze bundeseinheitlich: 325,00 €
Midijob/Gleitzonenjob: 450,01 € bis 1.300,00 €
Beitragssätze Sozialversicherung bundeseinheitlich:
Pflegeversicherung:
Alle Bundesländer außer Sachsen: 3,05% (solidarische Finanzierung zu je 50 Prozent von Arbeitnehmern und Arbeitgebern), zzgl. evtl. Kinderlosenzuschlag 0,25%
Bundesland Sachsen: 3,05% (Arbeitgeberanteil: 1,025% / Arbeitnehmeranteil 2,025%), zzgl. evtl. Kinderlosenzuschlag 0,25%
Rentenversicherung: 18,6%
Arbeitslosenversicherung: 2,5%
Krankenversicherung: bundeseinheitlich bei allen gesetzlichen Kassen identisch
allgemeiner Beitragssatz: 14,6%, zuzüglich kassenindividueller Zusatzbeitrag
ermäßigter Beitragssatz: 14,0%, zuzüglich kassenindividueller Zusatzbeitrag
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag: 0,9%

Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer beträgt 9.168 Euro.Das heißt, es werden bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 9.168 Euro im Jahr Steuern fällig. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern verdoppelt sich der Betrag auf 18.336 Euro.

Steuererklärung: Nichtarbeitnehmer – etwa Rentner oder Vermieter – müssen erst beim Gesamtbetrag der Einkünfte von mehr als 9.168 Euro eine Steuererklärung abgeben.

Kinderfreibetrag: Der Freibetrag beträgt 3.714 Euro je Elternteil. Der Freibetrag  wirkt sich laut Neuem Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) vor allem bei höherem Einkommen steuermindernd aus. Der Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung bleibt unverändert. Die Summe der Freibeträge beträgt damit 2017 pro Kind und Jahr 7.428 Euro.

Kindergeld: Das Kindergeld für das erste und das zweite Kind beträgt damit monatlich jeweils 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind jeweils 235 Euro. Vom kommenden Jahr an muss die Steuer-ID des Kindes sowie des Elternteils, das Kindergeld erhält, angegeben werden.

Kinderzuschlag: Geringverdiener können einen zusätzlichen Kinderzuschlag für den Lebensunterhalt bei der Familienkasse beantragen. Der Kinderzuschlag kann bis zu 185 Euro je Kind betragen. Diesen Zuschlag erhalten Sie, wenn

  • die Kinder zuhause wohnen, wenn
  • ihnen das Kindergeld zusteht und wenn
  • Sie den Lebensunterhalt ihrer Kinder nicht finanzieren können und
  • Ihr Einkommen höher als 600 Euro für Alleinerziehende, oder 900 Euro für Ehepaare liegt. Berücksichtigt wird das Einkommen aus  aus Bruttolohn, Arbeitslosengeld 1 oder Krankengeld. Dazu zählt nicht das Kindergeld oder Harz IV (Arbeitslosengeld 2)!

Unterhalt: Mit Anhebung des Existenzminimums sind auch 180 Euro höherer Unterhalt als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Unterhaltszahlungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehepartner können laut Steuerzahlerbund bis zu einem Betrag von 13 805 Euro im Jahr als Sonderausgaben abgesetzt werden.

Sparer: Freistellungsaufträge sind nach Angaben des Steuerzahlerbundes nur noch mit Steuer-ID gültig: Ab dem 1. Januar 2016 seien Freistellungsaufträge nur noch wirksam, wenn die Steuer-Identifikationsnummer des Sparers vorliege. Laut Verband der Lohnsteuerhilfevereine läuft die Übergangszeit, für die bei Banken vor 2011 erteilte Freistellungsaufträge ohne Steuer-ID noch weiter gelten, Ende 2015 aus. Ein neuer Freistellungsauftrag muss nach Angaben des Bankenverbandes vom Kunden aber nicht gestellt werden. Sollte die Steuer-ID fehlen, reiche es, diese der Bank mitzuteilen.

Freibeträge: Freibeträge bei der Lohnsteuer-Ermäßigung sind zwei Jahre gültig. Erwarten Arbeitnehmer hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen, können sie beim Finanzamt einen Freibetrag beantragen. Damit wird bereits bei der monatlichen Lohnsteuer ein zu hoher Steuerabzug vermieden. Seit 2016 sind diese Freibeträge zwei Jahre gültig. Bisher mussten sie jährlich neu beantragt werden.

Vorsorgeaufwendungen: Für 2018 liegt der Höchstbetrag bei 88% der gezahlten Beiträge (von maximal 24.305 Euro jährlich bei Ledigen bzw. 48.620 Euro jährlich bei Verheirateten/eingetragenen Lebenspartnern). Das heißt, für 2019 können maximal 21.388 Euro (42.776  Euro bei Verheirateten bzw. eingetragenen Lebenspartnern) als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Bis zum Jahr 2025 steigt der Sonderausgabenabzug um jährlich zwei Prozentpunkte. Im Jahr 2025 können dann 100 % der gezahlten Beiträge, das heißt maximal 24.305 Euro bei Ledigen (48.620 Euro bei Verheirateten bzw. eingetragenen Lebenspartnern) als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Rentenbesteuerung: Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt 2019 auf 78%. Somit bleiben nur noch 22 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Dieser Anteil gilt für im Jahr 2019 neu hinzukommende Rentnerjahrgänge. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenanteil bestehen.

Einlagensicherung

Sparer werden im nächsten Jahr besser geschützt. Die von der gesetzlichen Einlagensicherung abgedeckte Summe verdoppelt sich auf 100 000 Euro. So viel müssen Banken künftig europaweit absichern. Zusätzlich greifen im Krisenfall bei den meisten deutschen Banken noch freiwillige Sicherungsfonds, die auch Millionensummen pro Sparer abdecken. Auf diesen Schutz haben Sparer aber keinen rechtlichen Anspruch.